Wanderausstellung der Domo e.V. 2016

Thema:   weniger ist mehr


Gedanken zum Projekt:

weniger ist mehr  – damit verknüpfe ich in erster Linie die klassische Homöopathie. Jahrelanges Training und den eigenen Körper erspüren haben mich dazu gebracht, diese „Weisheit“ annehmen zu können. Ich lebe im Überfluss der Gefühle, im Zuviel des Tuns, im Übertreiben des Schönen. Deshalb, so dachte ich, kann ich mit dem „mehr“ sehr viel besser umgehen. Doch Realität war dann, weniger darstellen, mit den mir vorhandenen Ideen und Material war um einiges leichter.

Als Herausforderung betrachtete ich vor allem den Gegensatz und zugleich die Harmonie in die Kiste von 40 x 40 cm zu bringen.

Das Thema lag mir im Magen. Gedanken machen, Gedanken aufschreiben, sortieren, um dann wieder und wieder das Thema von Neuem anzugehen. Die Erfahrung mit „Magenlieger“ sagte mir, irgendwann steh ich auf und weiß, was ich will. Genauso war´s.


Für mich ohne Zweifel ist die Darstellung von „weniger ist mehr“ eine einzelne Blüte und diese einzelne Blüte in einer Blütenwiese, die dann wiederum zu einem Blütenmeer und somit zu einem Ganzen verschmilzt.
Die Idee war geboren.





Die Umsetzung ist natürlich begrenzt von meinem Können. Hintergrund für meine einzelne Blüte muss weiß oder schwarz sein. Meine Entscheidung ist weiß, weil …. schwarz sehen ist nicht mein Ding … , zu dunkel, zu eng, zu … .


Ihr seht, ich kann nicht rational an meine Projekte ran gehen. Die Gefühle leiten mich und sagen was zu tun ist. Um die Blüte will ich große Teile, die dann splittern und sich trichterförmig in die Blumenwiese ergießen, oder umgekehrt, vom Blumenmeer zur Blüte wandern.



Als ich mit meinen Entscheidungen so weit war, hab ich Material zusammen getragen. Alles ausgebreitet, dazugestellt, weggenommen, ausgeschüttet, zerschlagen, gezwickt, usw.. Endlich hab ich´s. Start mit dem worauf mein Augenmerk liegt. Mal ein paar Teile in die Kiste, bisserl was dazu, bisserl was weg. Ich fange an das Zentrum zu kleben. Aufgestellt, fotografiert. Ja klar, für mich geht’s nur so weiter.

Ha !, es fließt, jedes Steinchen findet seinen Platz und passt perfekt. Keine Kompromisse, keine halben Sachen. Mein drittes Auge leitet mich und sagt mir, was zu tun ist.





Ein paar kleine Zwischenstationen, ein Kaffee, ein Tee, Holz nachlegen, aufstellen, drum rum gehen. Ich will den Fluss nicht unterbrechen. Ich weiß, ich mach weiter und wenn´s 3 Tage dauert.




Fertig juhu



Rahmen noch anpassen und ab geht’s. Das fertige Mosaik wird verschickt. Es geht für über 1 Jahr auf die Reise, wird an vielen Ausstellungsorten gezeigt werden. Ich freue mich sehr darauf, die komplette Ausstellung zu sehen. Was haben meine Mosaikkollegen gelegt und geklebt? Um die 40 Mosaizisten fertigen ein Werk zu dem selben Thema. Immer wieder sehr spannend.

Ein Termin für´s Fotoshooting muss eingehalten werden. Informationen an den Katalogersteller sind zu formulieren und ebenfalls zu versenden. Die Organisatoren tragen alles zusammen. Ein Katalog, der die Wanderausstellung begleitet wird gedruckt. Die Termine der einzelnen Stationen wurden festgelegt, die Logistik ist, bzw. wird geplant.



Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich bin glücklich dabei sein zu können.


Mein Ergebnis:

Titel:    

                             wer gewinnt - genug ist genug


Material: Porzellan/Geschirr, Glas, Millefiori, Smalten

Statement: Die Farben und Formen konkurrieren miteinander. Tun sie das wirklich? Energie bleibt Energie, neue Verbindungen entstehen und bilden eine Einheit. Aus dem mehr wird ein Meer, ein Eins. Wo verweilt mein Auge und der A u g e n b l i c k … berührt mich.














Kommentare

  1. Liebe Ludi,

    so ein schönes Bild *Träum*. Ich finde es toll die Entstehung des Bildes in deinen Gedanken miterleben zu dürfen. Eine echte Inspiration.

    Wir hast Du den Rahmen so mit auslaufenden Farben hinbekommen?

    LG
    Mandy

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